Dienstag, 24. September 2013

Tage 12-14..:Schmerz lass nach

Voltaren Schmerzgel, Voltaren Schmerztabletten, Finalgon Wärmesalbe, Novaminsulfon Schmerztropfen, Wärmekissen, Wärmflaschen...so sieht mein momentaner Alltag aus...Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen und mir geht's von Tag zu Tag schlechter.

Irgendwie hab ich mir den Start in den Urlaub anders vorgestellt, die Nächte sind am schlimmsten, kaum lieg ich im Bett schmerzt es wieder an den unterschiedlichsten Stellen, steh dann wieder auf, glotz TV bis ich vor Erschöpfung ins Bett gehe, so kann ich schneller einschlafen.

Zu meinem täglichen Häppchen zählen aktuell auch Baldriantabletten, damit mein Nervenkostüm etwas schwächeln kann und ich was ruhiger werde...scheinen auch ein bisschen zu wirken, aber man kann sich ja auch alles einbilden ;)

Trotzdem mach ich mir mal wieder nur Sorgen, was stimmt aktuell nicht in meinem Körper und wie sehr wünsch ich mir eine Nacht ohne Schmerzen mal an einem Stück durchzuschlafen.

Ich bin heute ziemlich melancholisch und was niedergeschlagen...wie ja schon mal bereits erwähnt wirke ich nach außen arrogant und kalt und muss immer Stärke zeigen, sei es meiner Mutter oder den Kunden gegenüber.

So lächerlich es auch klingen mag, aber ich habe das starke Verlangen nach einer Umarmung, nach Wärme, jemanden der mich mal in den Arm nimmt und mir sagt, dass er/sie mich gern hat...

Meine Mutter nehme ich zu jeder Möglichkeit in die Arme, nur leider bekomme ich nur selten was zurück, sie weiß leider nicht, wie sehr ich das brauche...ich könnte heut echt nur heulen :(

Ich kann doch beruhigt sein, dass keine(r) meiner Freunde diese Post liest oder geschweige überhaupt jemand...die Psychologin in der Uni aus dem letzten Programm hat mir mal geraten, sich seine Sorgen niederzuschreiben um sie aus dem Kopf zu kriegen...dieser Blog ist somit auch irgendwie etwas wie eine Selbsttherapie...und meine Diagnose für heute lautet einfach....geh ins Bett und gib Deinem Körper eine Chance zu schlafen (auch mit Schmerzen)...Denk an Dich!

Montag, 23. September 2013

Tag 11...und ich hab was gegessen

Mittwoch, länger habe ich es nicht ausgehalten, fahre gleich zum Arzt auch wenn kein Termin vorliegt, aber die Angst siegt vor der langen Wartezeit. (meine Chefin klang nicht begeistert, aber hey was soll's, war die letzten zwei Jahre nicht krank oder beim Arzt, klang alles sehr vorwurfsvoll, aber darum kann ich mich jetzt nicht auch noch sorgen!)

1,5 Stunden warten ging ja noch, dann dem Doc den Fall geschildert, EKG und Bluttest gemacht aber Herz voll in Ordnung, es kann vom Rücken kommen, das es auf alles ausstrahlt und dementsprechend auf Brustkorb und alles andere drückt.

Wirklich erleichtert bin ich jetzt zwar nicht, ok klar bin natürlich megahappy dass es nicht das Herz ist, aber dennoch schmerzt es weiter...O-ton vom Arzt, erst mal weiter die Schmerztropfen nehmen, aber dazu eine Kleinigkeit essen...es wird mir keine Krankengymnastik empfohlen oder auch keine weiteren Untersuchungen angeboten...doch, der Kardiologe steht im Raum zwecks Belastungs-EKG, aber wir warten halt erst die Woche mit den Schmerzen aus.

Fahre auf dem Weg zur Arbeit bei McDonalds vorbei und halte am McDrive - gönne mir einen Chefsalat mit Hausdressing, dazu einen Steakhouse Chicken Burger, Gott was hat mir das Essen gefehlt auch wenn ich den Hype um die Steakhouse Sauce nicht verstehe, danach schnell eine Runde Schmerztropfen und die Welt sieht wieder aus :)

Habe mir zusätzlich aus der Apotheke, auf Anraten eines Kollegen, eine Wärmesalbe geholt, die eine wahre Bereicherung für mich ist und so manch eine Verspannung gelöst hat, aber noch nicht das Allheilmittel gegen die Schmerzen ist.

Werde mir den Termin zur Rückenbehandlung selber machen, vielleicht löst eine richtige Massage ja die übelsten Verspannungen...

Wir werden sehen...und ich bereue nicht, gegessen zu haben!

Tage 8 - 10...kann es das Herz sein?

Mal abgesehen von der Arbeit in der letzten Woche vorm Kurzurlaub, fühl ich mich wieder nicht gut.

Das Einschlafen fällt mir schwer, habe Schmerzen in der Brust, im linken Arm und im Rücken und irgendwie wechseln sich meine Organe mit Schmerzstichen gegenseitig ab.

Schaut nie (!!!) in solchen Fällen bei Google nach den Symptomen (schon gar nicht abends, wenn man eh schon nicht schlafen kann)!!!

9  von 10 Übereinstimmungen für Anzeichen zu einen Herzinfarkt...na vielen Dank auch; und schon geht das Gedankenkarussell wieder los.

Meine Hauptsorge ist natürlich meine Mutter...was mache ich mit ihr wenn es wirklich einer ist, was mache ich wenn ich operiert werden muss, was würde wohl mit ihr passieren, wenn ich ihn nicht überstehen würde...

Wer behauptet keine Angst vorm Sterben zu haben, lügt bis zu dem Punkt, wenn der Moment gekommen ist.

Wenn ich so auf die letzten Jahre zurückblicke, kann ich mein Leben nur als erbärmlich bezeichnen...und sicher bin ich mir der Tatsache bewusst, daß ich dafür selbst verantwortlich bin.

Es ist jetzt schon spät und will nicht alles jetzt aufzählen, aber irgendwann schreib ich es mir von der Seele damit es nicht weiter belastet...da lastet schon genug.

Am Freitag Termin beim Arzt wegen der Schmerzen, heute ist Montag, früher geht's nicht...oh Deutschland Deine Ärzte, was soll ich bloß machen...

Erstmal eine Runde Schmerztropfen, damit ich einigermaßen schlafen kann.

Tag 7...die erste Woche ist geschafft

So die erste Woche hab ich dann mal ohne Essen, dafür mir leckeren Drinks gut rumbekommen und es topmotiviert weiter in die zweite Runde.

Das Resultat der ersten Woche Optifast sind - 7,2 KG, weit mehr als ich mir gedacht habe, soviel habe ich noch nicht mal bei meinem ersten Mal in der Uni abgenommen.

Klar weiß ich auch, daß die zweite Woche wesentlich ernüchternder ausfallen wird, da es ja auch hauptsächlich Wasser ist, das den Körper verlassen hat, doch umso stärker ist der Ansporn.

Jetzt da wir das "Blasenproblem" in Angriff genommen haben, wollen wir uns um die Rückenprobleme und das Taubheitsgefühle in Armen und Gesicht kümmern.

Habt ihr schon mal versucht einen Termin beim Neurologen zu bekommen? Das ist wie die Lotterie spielen, einer unter Millionen bekommt mal einen.
Bin seit Anfang August dran aber immer wieder wird man abgewimmelt zu einem späteren Termin anzurufen, ich werde es mal in den nächsten Tagen wieder probieren, gebe die Hoffnung nicht auf,

Ist ja nur mein Körper, der irgendwie darunter leidet...schon scheiße, wenn man kein Gefühl mehr im Körper hat - oder muss ich erst Privatpatient werden, damit ich gehört werde?!

Tage 5 bis 6...der Tag danach

Ich muss mich wohl entschuldigen, daß ich knapp 10 Tage nichts geschrieben habe, aber ich stand unter etwas Zeitdruck, das reale Leben kann einen doch mehr in Anspruch nehmen, als man glaubt...versuche jetzt mal die Tage irgendwie wiederzugeben, aber da ich schon über 30 bin, kann die Erinnerung etwas lückenhaft sein

Alsoooo, wo fang ich an - Termin beim Urologen verlief ernüchternd...keine Blasenentzündung, kein Prostatakrebs, aber wohl eine etwas schwache Blase, was (hoffentlich) das geringste Problem sein sollte. Muss jetzt noch einen Harnstrangtest machen um die Intensität meines Strahls zu messen...toll was es nicht so alles gibt, darf dafür jede Menge Wasser trinken und anschließend in eine Flasche pinkeln (will keiner lesen, will aber auch keiner machen). Schlucke jetzt morgens und abends eine Tablette um besser Wasser lassen zu können und sie wirkt tatsächlich...ein Hoch auf die Pharmaindustrie!!!

Somit einen guten, erleichterten Start ins Wochenende!

Mittwoch, 11. September 2013

Tage 2 bis 4...Es gibt nur Wasser, Wasser, Wasser überall

...und ich habe nichts zu Essen!!!!

Die ersten vier Tage sind geschafft, schnell mal was über die aktuelle Gefühlslage posten, bevor es kein anderer macht.

Ich hab es mir schlimmer vorgestellt, fühle mich durch die Doppelbelastung zwar schwächer, aber irgendwoher finde ich doch die Kraft und den Elan weiterzumachen.

Die letzten zwei Tage habe ich mir die Küche vorgenommen, Schubladen und Schränke ausgewaschen, Besteck und Fronten poliert, Inhalte sortiert - soll ich das als nächstes vielleicht mit meinem Gedanken machen?

Morgen steht der Termin beim Urologen an, habe schon die schlimmsten Erwartungen vor diesem Treffen...bitte, bitte nur eine schwere Blasenentzündung, ich kann nicht noch  mehr Krebs in der Familie gebrauchen...Daumen drücken.

Mit den Gedanken schlag ich mich schon die letzten Tage und Nächte durch...ich weiß zuviel Schwarzmalerei (und dabei kann ich nicht mal malen) aber, wenn ich zu positiv denke, bekommt man nachher den Hammer vor den Kopf...habe ich damals bei meiner Mum gesehen.

Ich wollte eigentlich mehr lustiges schreiben...aber warten wir mal den morgigen Tag ab...vielleicht ist ja doch nicht alles so, wie es mir scheint...oder aber noch schlimmer....aber wir warten mal ab.

In diesem Sinne einen schönen, ruhigen Abend!

Sonntag, 8. September 2013

Tag 1...ohne Kaffee

Heute morgen erst einmal schön  ausgeschlafen, doch nach dem Aufwachen die Ernüchterung - obwohl Kaffee und Tee erlaubt sind, muss ich mich doch von meinem Muntermacher verabschieden, da ich dazu gerne eine Schluck Milch trinke, die ist wiederum nicht erlaubt...was für ein Schicksal.

Im Laufe des vormittags den ersten Drink Geschmack "Kaffee" zu mir genommen, was wurden da doch Erinnerungen wach...

Mittlerweile habe ich vier Drinks und schon fast drei Liter Wasser intus und ausgerechnet heute hat sich auch meine Blasenentzündung wieder zurückgemeldet - d.h. morgen früh direkt Termin beim Urologen machen...hoffe ich bekomm die jetzt endlich mal in den Griff.

Der Tag verlief soweit ganz gut und wenn ich schon eine körperliche Kernsanierung durchführe, kann ich das ja auch gleich für die ganze Wohnung durchführen, Kühl- und Gefrierschrank wurden heute morgen ausgeräumt, abgeschaltet und gereinigt. Der Rest der Küche folgt im Anschluss, sollte ich noch Lebensmittel entdecken, lassen sich bestimmt ein paar Studenten finden, die man gut damit versorgen kann ;)

Ich mach mich jetzt auf den Weg in Wanne, Entspannung ist angesagt...Euch noch einen schönen Sonntag :)

Samstag, 7. September 2013

Aller Anfang ist schwer...mal wieder

Es ist der Abend vor den Fastenwochen...

Die Frage, die mir heute einige mal durch den Kopf ging "Sollte ich mir vorher noch was richtig, leckeres Kochen oder den Lieferservice in Anspruch nehmen?" - sozusagen meine Henkersmahlzeit.

Letztendlich kaue ich im Moment auf einem trockenen Mohnbrötchen vom Vortag rum.

Henkersmahlzeiten hatte ich letztendlich die letzten Wochen und Monate über genug...und ich freue mich indirekt auf die Zeit ohne Essen, es ist wie eine Kernsanierung.

Zum Fasten hab ich mich für das Optifast Home Programm von Nestlé entschieden, da ich die Vorzüge und Erfolge aus dem Optifast 52 Programm in der Uniklinik Köln kennenlernen durfte.

Fast zwei Jahre sind seitdem vergangen; ich hab dieses Programm mit 15 anderen Protagonisten durchgezogen, von denen zwar am Ende des Jahres nicht mehr alle dabei waren, die mich aber dennoch geprägt haben. Wir haben gelacht, gelitten, gejammert, geschimpft und uns ständig gegenseitig motiviert

An dieser Stelle einen schönen Gruß an die legendäre Gruppe 8 - Kinder, wir haben bald Einjähriges, nach Beendigung des Programms, sowas sollte doch gefeiert werden, oder?

Ich will das Programm nicht bewerben, aber kann es dennoch jedem empfehlen, der sein Gewicht reduzieren und auf neuem Wege durchstarten möchte (und der das nötige Kleingeld übrig hat).

Wer sich jetzt fragt, warum ich trotz meines Erfolges dann nochmal dieses Programm durchmache, liegt darin, daß sich leider auch mein Alltag seit mehr als neun Monaten stark verändert hat....und nein ich bin nicht Vater geworden!

Während des Programms ist meine Mutter an Krebs erkrankt, Mundbodenkarzinom, ich will hier noch nicht näher darauf eingehen, aber sie hat mehr als 35 KG verloren und wird keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen können. Nun ja, seit Anfang des Jahres häuften sich leider immer mehr Zwischenfälle, von Knochenbrüchen über Kurzzeitpflegeaufenthalte, bis hin zu Krankenhausaufenthalten aufgrund von Schwächefällen und der ständigen Angst bei Nachsorgeuntersuchungen wieder eine Hiobsbotschaft von den Ärzten zu erfahren.

Vor dieser Zeit bin ich sechsmal die Woche morgens um 5:00 Uhr eine Stunde gelaufen - dieses Jahr war es bestimmt nur 5-6 mal gesamt! Die Zeit für Sport ist für mich gänzlich auf der Strecke geblieben, da die Pflege doch intensiver und mehr an die Substanz geht, als ich ursprünglich dachte.

Ich für meinen Teil habe mittlerweile gemerkt, daß ich mein Limit längst überschritten habe, mein Körper und Geist sind ausgebrannt, soziale Kontakte bleiben auf der Strecke, das Wort Freizeit habe ich kürzlich noch gegoogelt, da ich die Bedeutung dafür verloren habe und auf Dauer wird bestimmt auch die Leistung auf der Arbeit dran glauben müssen.

Die Frage, die ich mir seit ein paar Tagen seit der Anmeldung stelle:
werde ich diese sechs Wochen ohne große Hilfe durchhalten und nicht schwachwerden?

Ich nutze diesen Blog sozusagen als meine Fastenbegleiter, meinen therapeutischen Zuhörer, mein emotionales Dashboard, der von jedem gelesen werden kann (ob ich es zeitlich schaffe täglich posten, wird sich noch zeigen).

Wer jetzt glaubt, daß er von mir hier meine dunkelsten Geheimnisse erfahren kann, den muss ich enttäuschen - a) kennt die eh schon jeder und b) gibt es dunkle Geheimnisse Mittwochs bei Pro7 "Under the dome" ;)

In diesem Sinne auf eine fröhliche Fastenzeit!